Lichtgitter


Lichtgitter erkennen Objekte, indem sie die Unterbrechung mehrerer paralleler Lichtstrahlen auswerten. Dadurch können sie selbst kleine oder unregelmäßig geformte Objekte präzise und berührungslos detektieren. Sie eignen sich ideal für Zähl- und Positionieraufgaben, aber auch zur Überwachung von Durchgängen oder Förderstrecken mit hoher Geschwindigkeit.

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Was ist ein optisches Lichtgitter?

Ein Lichtgitter ist ein optischer Sensor, der aus einem Sender und einem Empfänger oder zusammen mit einem Reflektor einen Vorhang aus parallelen Lichtstrahlen (meist Infrarot) erzeugt. Wird einer dieser Lichtstrahlen durch ein Objekt unterbrochen, wandelt der Sensor dies in ein Schaltsignal um. Diese Technologie wird in der Automatisierungstechnik zur zuverlässigen Flächenüberwachung eingesetzt, zum Beispiel für die Objekterkennung und Anwesenheitskontrolle an Förderbändern in Logistik und Fertigung.


In 4 Schritten zum passenden Lichtgitter

Die Auswahl des richtigen Lichtgitters ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung Ihrer Anwendungen. Hier sind vier Schritte, die Ihnen helfen, das passende Modell zu finden:

1. Anforderungen definieren:

Benötigen Sie eine hohe Schaltfrequenz für schnelle Prozesse oder maximale Robustheit für raue Umgebungen?

2. Auflösung & Erfassungsbereich wählen:

  • Für kleine Objekte & höchste Präzision: Die Serie AO501-AO503 erkennt zuverlässig Objekte mit einem Durchmesser ab 3 mm bei einem Schaltabstand von 0,2 - 4,5 m und einer Erfassungshöhe von 69 bis 309 mm.

  • Für größere Objekte & maximale Robustheit: Die Serie AO504-AO506 ist mit einem Schaltabstand von 200 - 1000 mm und einer Überwachungshöhe von bis zu 450 mm für die zuverlässige Erfassung, z. B. von Paketen, in rauen Industrieumgebungen konzipiert.

3. Schnittstelle & Intelligenz (IO-Link):

  • Wählen Sie IO-Link (Serie AO501-503), wenn Sie flexible Anpassungen (Timer, Zähler), eine zentrale Zustandsüberwachung oder NO/NC-Funktionen benötigen.

  • Wählen Sie die Standard-Variante (Serie AO504-506) für einfache "Plug-and-Play"-Lösungen mit reinem Schließer-Ausgang und Justierung per Potentiometer.

4. Umgebung/IP:

In staubigen oder feuchten Umgebungen sind Lichtgitter mit der Schutzart IP67 notwendig, um das Eindringen von Wasser und Staub zu verhindern.

Rotlicht oder Infrarot?

Die Wahl der richtigen Lichtart optimiert die Leistung und vereinfacht die Installation. Hier ist die Entscheidungshilfe unserer Techniker:

EigenschaftSichtbares RotlichtUnsichtbares Infrarotlicht
Größter VorteilSchnellste Inbetriebnahme: Der sichtbare Lichtpunkt ermöglicht eine sekundenschnelle Ausrichtung ohne Hilfsmittel.Maximale Robustheit: Die höhere Leistung durchdringt zuverlässig Staub, Schmutz und Dampf. Unempfindlich gegenüber Fremdlicht.
Ideal fürStandard-Anwendungen in sauberen Umgebungen und schnelle visuelle Funktionskontrollen.Anspruchsvolle Umgebungen (Holz-, Papier-, Schwerindustrie)
Jetzt entdeckenUnsere Rotlicht-ModelleUnsere Infrarot-Modelle

Anwendungsbeispiel unserer Lichtgitter:

Lichtgitter am Förderband

Das Problem: In der Fördertechnik muss zuverlässig erkannt werden, ob sich ein Objekt in einem bestimmten Bereich des Förderbandes befindet. Punktuelle Sensoren reichen dafür nicht immer aus, wenn größere Bereiche überwacht werden sollen. Das kann zu fehlerhaften Abläufen oder unnötigen Stillständen führen.

Lösung mit autosen Lichtgittern: Ein Lichtgitter überwacht den definierten Bereich mit mehreren eng angeordneten Lichtstrahlen. Sobald sich Fördergut im Erfassungsbereich befindet, wird dies sofort erkannt. Dadurch eignet sich das Lichtgitter ideal für die berührungslose Bereichsüberwachung am Förderband.

Das Ergebnis: Die Objekterkennung auf dem Förderband wird deutlich zuverlässiger. Prozesse lassen sich sicherer steuern und Materialstaus früher erkennen. Das erhöht die Prozesssicherheit und unterstützt einen reibungslosen Materialfluss.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Lichtgittern

Achten Sie auf die Schutzart (z.B. IP67), den Schaltabstand (Reichweite), die benötigte Auflösung (kleinster erkennbarer Objektdurchmesser) und die Schaltfrequenz.

Ein Lichtgitter überwacht eine Fläche. Es spannt einen „Lichtvorhang“ auf und erkennt ein Objekt an einer beliebigen Stelle innerhalb dieses Vorhangs. Ideal zur Überwachung von Bereichen oder für Zählaufgaben.

Andere Sensoren, wie ein Reflexions-Lichttaster, überwachen nur einen Punkt. Sie erkennen, ob ein Objekt eine einzelne, exakt definierte Position erreicht hat. Wenn Sie mehr über optische Sensoren erfahren möchten, finden Sie weitere Informationen auf der Übersichtsseite Optische Sensoren.

Dies bezieht sich auf Reflexions-Lichtgitter. Im Gegensatz zu Einweg-Systemen mit getrenntem Sender und Empfänger ist hier die gesamte Elektronik in einer Einheit integriert. Gegenüber wird lediglich ein Reflektor benötigt. Das reduziert den Installationsaufwand deutlich und senkt die Kosten. Zudem bietet diese Bauweise Vorteile bei beengten Platzverhältnissen, da kein separater Empfänger montiert werden muss. Ein Reflektor lässt sich in solchen Anwendungen meist einfacher und flexibler integrieren als eine getrennte Sender-Empfänger-Lösung.

Über IO-Link können Sie nicht nur Einstellungen vornehmen (Teach-in), sondern auch den Status jedes einzelnen Lichtstrahls in Echtzeit überwachen. Zudem lassen sich Timer-Funktionen, Zähler und Logikverknüpfungen (UND/ODER) direkt im Sensor konfigurieren. Das ermöglicht vorausschauende Wartung und flexible Anpassungen.