Der richtige Sensor für Ihre Bedürfnisse
minion lässt sich so konfigurieren, dass er mit der passenden Sensorik für Ihren jeweiligen Anwendungsfall ausgestattet ist. Aktuell stehen drei integrierte Sensorvarianten zur Verfügung, die gezielt auf typische Messaufgaben in Industrie, Infrastruktur und Mobilität ausgelegt sind, sowie ein Analog-Adaptereingang, mit dem Sie Standard-Industriesensoren mit 4-20mA Ausgang verwenden können. Das ist aber erst der Anfang: Das Sensorsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt. Hier erhalten Sie einen Überblick.


Schwingung messen mit dem minion Vibrationssensor
Typische Anwendungen:
- Überwachung von Motoren, Pumpen und Lüftern
- Zustandsüberwachung (Condition Monitoring)
Besonderheiten:
- Messbereich von 2 bis 1.000 Hz, konfigurierbar je nach Anwendung
- Erkennt Unwuchten, Stöße, Schocks und Lageveränderungen
- Intelligente Wake-Up-Funktion zur Erkennung kritischer Zustände auch während Ruhephasen

Temperatur- und Luftfeuchtigkeit messen
Typische Anwendungen:
- Überwachung von Umgebungsbedingungen in Technikräumen und Verteilern
- Einsatz in Außenstandorten und Schächten z. B. Gewächshäuser oder Tierställe
- Klimakontrolle bei teilstationären Einheiten mit wechselndem Standort
Besonderheiten:
- Temperaturmessbereich von -20 bis +80 °C mit einer Genauigkeit von ±0,2 °C
- Schutzart IP65/IP67 für anspruchsvolle Industrieumgebungen
- Geringer Drift für stabile und genaue Datenerfassung über lange Zeiträume

Radarsensor
Typische Anwendungen:
- Füllstandsmessung in Tanks und Behältern
- Abstandsmessung in industriellen Anwendungen
- Überwachung von Flüssigkeits- und Feststoffpegeln
Besonderheiten:
- Messbereich von 200 m bis 2 m mit hoher Genauigkeit
- Robustes Gehäuse mit Schutzart IP65/IP67
- Geeignet für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen

Adapter für externe analoge Sensoren
Typische Anwendungen:
- Nachrüstung bestehender Technik
- Kombination aus interner und externer Sensorik (z. B. Schaltdruck + Klimasensorik)
Besonderheiten:
- Drei präzise Analogeingänge für 4–20 mA-Signale
- Autarke Überwachung durch direkte Cloud-Verbindung und Batteriebetrieb
- Schutzart IP65/IP67 für den Einsatz in anspruchsvollen Industrieumgebungen
Die wichtigsten Fragen
Ja. Der minion ist aktuell in vier Sensorvarianten verfügbar:
- MV001 – Schwingung & Temperatur
- MH001 – Temperatur & relative Luftfeuchtigkeit
- MF001 – Radar (Distanz / Füllstand)
- MD001 – Analog-Adapter für 4–20 mA-Industriesensoren
Weitere Messprinzipien sind in der Entwicklung. Das bedeutet: Wenn Ihr Messprinzip (z. B. Druck, Durchfluss, Drehwinkel, chemische Konzentration) nicht in der Liste aufgeführt ist, heißt das nicht unbedingt, dass es unmöglich ist — Setzen Sie sich mit uns in Verbindung und wir klären, ob eine zukünftige Variante geplant ist. Viele Anwendungen sind bereits heute mit dem "Analog-Adapter" (MD001) lösbar.
Ja. Über den Analog-Adapter (MD001) können Standard-Industriesensoren mit 4–20 mA Ausgang direkt in das minion-System eingebunden werden. Sie nutzen dabei das Gateway, die Batterie und die Cloudplattform des minion und schließen Ihren bestehenden Sensor an.
Hinweis: Beim Einsatz eigener Sensorik sind folgende Punkte zu klären:
- Schnittstelle: Wird der Sensor mit 4-20 mA, Spannung, Impuls oder digital geliefert? (Der Adapter des minion unterstützt 4-20 mA mit einer Betriebsspannung von 12V.)
- Kalibrierung & Genauigkeit: Ihr Sensor muss die Anforderungen erfüllen, die Sie benötigen (z. B. Temperaturbereich, Messgenauigkeit).
- Parametrierung & Integration: Der eingehende Sensorstromwert wird im Gateway bzw. in der Cloud in einen aussagekräftigen Prozesswert umgerechnet. Anschließend kann dieser Prozesswert bei Bedarf mit Alarmregeln, Schwellwerten oder weiteren Logiken verknüpft werden.
Ja. In der Werkskonfiguration misst der minion z. B. alle 60 Minuten und sendet einmal täglich in die Cloud. Sie können über Cloud oder API (oder App) Einstellungen wie Mess- und Sendintervalle anpassen.
Hinweis: Die Batterielaufzeit hängt stark vom Mess- und Sendintervall ab. Kürzere Intervalle → mehr Sendungen → höherer Energieverbrauch. Daher muss ein Kompromiss gefunden werden zwischen Messfrequenz und Batterielaufzeit.
Empfehlung: Definieren Sie vor dem Einsatz: „Wie oft möchte ich messen?“ und „Wie oft möchte ich Daten senden?“ – z. B. bei kritischen Anlagen alle 15 Min messen, einmal pro Stunde senden. Oft ist es klüger, die Sendeintervalle auszudehnen, sich dafür aber bei Überschreiten von Alarmschwellen unmittelbar und außer der Reihe informieren zu lassen.
Wenn der minion aufgrund eines Mobilfunkausfalls oder einer fehlenden Verbindung nicht senden kann, werden die Messwerte zunächst lokal im Gerät gespeichert. Sie werden später automatisch übertragen – oder können über App bzw. Cloud ausgelesen werden.
Typische Ursachen für fehlende Daten können sein:
- kein oder schlechter Mobilfunkempfang
- Batterie fast leer
- falsche Montage (z. B. instabile Oberfläche)
- Sensorfehler
- falsche Parametrierung
Empfehlungen:
- In der Cloud eine Alarmregel einrichten: „Keine Datenübertragung seit X Stunden“
- Regelmäßig Service-Checks durchführen: – Batteriestatus – Netzqualität – Gerätezustand / Sensorfunktion
So stellen Sie sicher, dass Funktionsstörungen frühzeitig erkannt und behoben werden.

